In den vergangenen Tagen haben wir nun unseren ersten Linux Server mit dem KVM Add On ( Kernel-based Virtual Machine ) zum Leben erweckt und die ersten virtuellen Maschinen aus unserem XEN Pool migriert.
Dabei haben wir zwei Linux als auch zwei Windows Gastsysteme nun online und werden mit diesen die Stabilität als auch die Performance ergiebig testen.
Die Linux basierten Gastsysteme konnten ohne größere Schwierigkeiten migriert werden. Es wurde lediglich der für XEN modifizierte Kernel gegen einen Standard Kernel getauscht. Da der neu eingespielte Kernel bereits über die VirtIO Module verfügte, konnten wir die VM ohne weitere Modifikationen starten.
Die Migration der Windows VM’s gestaltete sich etwas schwieriger. Dies lag jedoch nicht an KVM sondern an dem sehr widerspenstigen XEN paravirtualisierten Treibern, welche zwar deinstalliert werden konnten, jedoch etliche Einstellungen in der Windows Registry hinterließen, was beim Starten der Windows VM’s zu dem allseits beliebten Blue Screen 0x7B führte. Nach diversen Modifikationen der Windows Registry konnte die VM mit Standard QEMU emulierten Laufwerken erfolgreich gestartet werden. Im Anschluss daran installierten wir noch die VirtIO-Storage und NIC Treiber.
Erste Eindrücke zeigen, dass vor allem im HDD-IO Bereich spürbare Verbesserungen im Vergleich zur XEN Basierten virtuellen Maschine erzielt werden können.
Wir werden nun in den nächsten Wochen das Laufzeitverhalten der 4 KVM – VM’s analysieren bzw. weitere Optimierungen durchführen. Sollte alles Planmäßig verlaufen, werden wir Anfang Q4 beginnen unseren XEN Pool komplett auf KVM umzustellen.
Ihr S-Square Team